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Wetten, dass…?

    Er kam mit einer Wette. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, diktierte sie bei seinem Besuch des Tierheims Potsdam der versammelten Lokalpresse: Er gebe, sagte er, dem Tierschutzverein Potsdam und dessen Tierheim als einen Ausgleich für die explodierenden Kosten in allen Bereichen 5.000 € und wette, dass die Tierliebhaber in Potsdam und Umgebung nicht bereit seien, bis zum 31. Dezember 2022 weitere 5.000 € dazu zu spenden, um dem Verein und dem Tierheim zu helfen. Für den Fall, dass die Spendensumme doch erreicht werde, würden noch einmal 5.000 € vom Deutschen Tierschutzbund dem Konto des Tierschutzvereins zufließen, so dass es am Ende 15.000 € seien, über die der Verein und sein Tierheim verfügen könnten.

    Der Mann hat tolle Ideen. Also dann, liebe Potsdamerinnen und Potsdamer, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde in der Umgebung, das sind die Kontodaten des Tierheims:

    TSV Potsdam und Umgebung e.V.
    IBAN: DE22160500003501003020
    BIC: WELADED1PMB
    Mittelbrandenburgische Sparkasse
    ❗️WICHTIG: Verwendungszweck: „Spende Wette“❗️

    Sollten wir das Spendenziel vor Ablauf des Wettzeitraums bis 31.12.2022 überschreiten, verwenden wir selbstverständlich auch diese Spenden, um dem Verein und dem Tierheim zu helfen.

    Thomas Schröder besucht derzeit viele Tierheime bundesweit, um vor Ort von deren existenziellen Sorgen angesichts der ausufernden finanziellen Belastungen zu erfahren und um auszuloten, wie den bisher von der Politik allein gelassenen Vereinen und ihren Einrichtungen geholfen werden kann. In Potsdam kam zum Tierheimbetrieb jedoch noch ein weiteres Gesprächsthema hinzu: Das vor zwei Jahren eröffnete schmucke Tierheim ist zu klein. Die Aufnahmekapazität des einzigen bis jetzt sanierten Gebäudes sei viel zu gering. Deshalb müsse dringend das zweite von insgesamt fünf Häusern auf dem Tierheimareal ausgebaut werden, sagte Tierheimleiterin Antje Schwarze während eines Rundganges.

    (v. l. n. r.: Rico Lange, Vorsitzender des Landestierschutzverband Brandenburg im Deutschen Tierschutzbund; Günter Hein, Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam; Renate Seidel, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes; Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes; klein Ronny, Malteser-Mix; Antje Schwarze, Tierheimleitung.)

    Was das bedeutet, erläuterte der Vereinsvorsitzende Günter Hein: „Wir wollen das nächste Haus unbedingt sanieren, doch niemand kann heute mit Gewissheit sagen, wie hoch am Ende die Kosten sein werden.“ Fest stehe, dass die Rücklagen des Vereins dafür nicht ausreichten. Bisher beantragte Fördermittel für das Vorhaben seien abgelehnt worden. Nach Einschätzung auch des Landesvorsitzenden des Deutschen Tierschutzbundes, Rico Lange, seien die zu erfüllenden Bedingungen in den Förderrichtlinien weit weg von den realen Gegebenheiten ausgearbeitet worden. Das müsse dringend geändert werden.

    Der Verein werde auch künftig nicht müde, Fördermittel zu beantragen, kündigte Günter Hein an. Thomas Schröder regte an, den Deutschen Tierschutzbund um eine Finanzierungshilfe für den Bau zu bitten. Es könnten bis zu 50.000 € ausgereicht werden, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Landeshauptstadt das Vorhaben in gleicher Höhe kofinanziert. Der Tierschutzverein Potsdam wird das an Stadtverordnete und an den Oberbürgermeister herantragen.