Loki kam Anfang Mai in unser Tierheim, da die Eigentümer ihm nicht mehr bieten konnten, was er braucht.
Loki ist ein lebhafter, neugieriger Dobermann, der einfach nicht erwachsen werden möchte. Er sucht stark menschliche Nähe, auch wenn er manchmal Unsicherheiten zeigt. In für ihn ungewohnten Situationen kann es zu Missverständnissen kommen und vorsichtshalber fängt er an zu knurren, als letzte Möglichkeit schnappt er auch zu. Loki muss noch viel lernen und braucht Menschen mit starkem Charakter, damit er sich sicher fühlt und Vertrauen hat. Kleine Kinder sind ihm nicht geheuer und sollten nicht im Haushalt leben. Größeren Kindern , ab ca. 8 Jahre alt, ist Loki gegenüber freundlich und neugierig.
Im Umgang mit anderen Hunden zeigt sich, dass Loki noch sehr verspielt ist. Jeder andere Hund wird erstmal als Spielkamerad gesehen und wird lautstark und überschwänglich zum Spielen aufgefordert. Katzen gegenüber ist er eher vorsichtig.
Loki wohnte bisher in einer Wohnung und war 24/7 mit ihnen zusammen. Sie waren oft mit ihm draußen und haben bis zur Erschöpfung mit ihm gespielt. Bei uns lernt er nun langsam, dass er auch allein sein muss und auch allein im Auslauf sich bewegen kann. Das ist sehr ungewohnt und teilweise steht er minutenlang ganz still und weiß nicht weiter. Aber auch das wird jeden Tag besser und diese Momente weniger.
Gassi gehen ist anfangs schwierig, da er vor Aufregung nicht leinenführig sein will und es auch nie richtig gelernt hat. Grundkommandos wie Sitz, Platz, Bleib fallen ihm in der Aufregung sehr schwer und man sollte versuchen, ihn erstmal auszupowern.
Fazit: Da Loki mitten in der Pupertät ist, lassen Leinenführigkeit und Grundgehorsam oft zu wünschen übrig. Hinzu kommen seine gelegentlichen Unsicherheiten in ungewohnten Situationen, welche sich größtenteil wohl auch durch die Pupertät erklären lassen. Aber, Loki lernt sehr schnell und mit einem erfahrenen Hundetrainer sollten die derzeitigen Herausforderungen schnell gemeistert sein. Denn eigentlich will er ja nur seine Menschen finden, denen er vertrauen kann, die ihm Führung und Sicherheit bieten und die viel mit ihm spielen.